1976 GMP H. Christmann

1976 GMP HANS HELMUT CHRISTMANN

GOLD MEDAL OF PHILOLOGY 1976


Christmann studierte von 1948 bis 1955 an der neu gegründeten Universität Mainz und in Frankfurt (bei Erhard Lommatzsch) Romanische und Englische Philologie sowie Vergleichende Sprachwissenschaft. Er promovierte in Mainz im WS 1954/55 mit einer von Eugen Lerch angeregten Arbeit, die nach dessen Tod (1952) von Edmund Schrammübernommen wurde. Von 1956 bis 1961 war er in Mainz Assistent von W. Theodor Elwert, dann Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Nach Studienaufenthalten in Paris, Florenz, Valladolid und Mailand habilitierte er sich 1965 mit „Studien zum Konjunktiv im Italienischen“.

Christmann war von 1965 bis 1974 als Nachfolger von Helmut Stimm ordentlicher Professor für Romanische Philologie an der Universität Saarbrücken. Zwischen 1974 und 1994 lehrte er als Nachfolger von Mario Wandruszka an der Universität Tübingen. Christmann war Habilitationsvater von Richard Baum, Franz Josef Hausmann und Franz Lebsanft.

Er war verheiratet mit der Anglistin Ursula Christmann.

Christmann war seit 1978 korrespondierendes Mitglied der Mainzer Akademie der Wissenschaften. Er war Officier des Palmes académiques.



BIBLIOGRAPHY

  • Lateinisch „calere“ in den romanischen Sprachen, Steiner Verlag, Wiesbaden, 1958
  • Beiträge zur Geschichte der These vom Weltbild der Sprache, Mainzer Akademie der Wissenschaften, Mayence, 1967
  • Idealistische Philologie und moderne Sprachwissenschaft, Fink Verlag, Munich, 1974
  • Sprachwissenschaft des 19. Jahrhunderts, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, 1977
  • Frau und „Jüdin“ an der Universität: Die Romanistin Elise Richter (Wien 1865 - Theresienstadt 1943), Mainzer Akademie der Wissenschaften, Mayence, 1980
  • Romanistik und Anglistik an der deutschen Universität im 19. Jahrhundert, Mainzer Akademie der Wissenschaften, Mayence, 1985
  • Ernst Robert Curtius und die deutschen Romanisten, Steiner Verlag, Stuttgart, 1987
  • avec Frank-Rutger Hausmann, Deutsche und österreichische Romanisten als Verfolgte des Nationalsozialismus, Stauffenburg Verlag, Tübingen, 1989
  • Tobler-Lommatzsch, Altfranzösisches Wörterbuch: U-venteler, venteler-vïaire, vïaire-vistece, vistece-vonjement, Steiner Verlag, Stuttgart, 1989, 1991, 1993 et 1995.